Mannheim, 25. September 2018. (red/pm) Bereits zum 3. Mal setzt das Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt mit den „einander.Aktionstagen“ ein deutliches Zeichen für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung in Mannheim. Unterstützt durch das Bundesprogramm Demokratie leben!“ und die rnv, finden vom 28. September bis zum 27. Oktober 2018 stadtweit 76 Veranstaltungen statt, die Räume des Austausches und der Begegnung schaffen, um sich mit den zahlreichen Facetten einer vielfältigen Stadtgesellschaft auseinanderzusetzen.
Information der Stadt Mannheim:
„Die „einander.Aktionstage 2018“ sind ein sichtbarer und erlebbarer Ausdruck, dass die Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt gelebt wird. Die Aktionstage schaffen Möglichkeiten für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebensverhältnisse und Einstellungen, sich zu begegnen und das ist in dieser Zeit wichtiger denn je“, sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.
Das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm bietet allen Interessierten Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit dieser Vielfalt.
Im Sinne des Bündnismottos „gemeinsam aktiv und voneinander lernen“ werden bei den diesjährigen Aktionstagen erstmalig sämtliche Veranstaltungen von mindestens zwei Kooperationspartnern zusammen durchgeführt. „Mit über 100 Einrichtungen und einem Vielfachen an Menschen, beweisen die Aktionstage auch in diesem Jahr das breite Engagement für ein offenes und solidarisches Mannheim“, zeigt sich der Integrationsbeauftragte der Stadt, Claus Preißler, beeindruckt von der Beteiligung. „Damit setzt das Mannheimer Bündnis mit seinen aktuell 285 institutionellen Unterstützern das wichtige Zeichen, dass der Zusammenhalt in unserer Stadt eine gemeinschaftliche Aufgabe ist und eine Verantwortung aller.“
So gibt es beispielsweise Workshops für Jugendliche sowie Begegnungs- und Austauschangebote für Jung und Alt. In einem interreligiösen Projekt schauen sich Christen und Muslime beim Beten abwechselnd einander über die Schulter. Es gibt Theaterinszenierungen, eine inklusive Kunstausstellung und Filmvorführungen zum Beispiel über Geschlechtergleichstellung auf dem Arbeitsmarkt. Musikveranstaltungen fokussieren auf ein transkulturelles Mannheim. Eine Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Gesine Schwan thematisiert „Die Stadt – Ort der Zuflucht und Integration“. In Workshops wird zu „Respekt und Sprache“ oder „Wurzel von Diskriminierung und Rassismus im Alltag“ gearbeitet. Die Perspektive auf die queere Stadtgeschichte Mannheims wird in einem Vortrag geöffnet. Andere Veranstaltungen bewahren das Geschichtswissen, wie der Stadtrundgang zu Widerstand und Verfolgung in der Neckarstadt 1933 – 1945 und das Gedenken an die Deportation nach Gurs.
Die beteiligten Einrichtungen sind dabei so vielfältig wie die Themen selbst. Neben großen Einrichtungen wie dem Nationaltheater Mannheim und der Mannheimer Abendakademie engagieren sich auch zahlreiche Vereine und Institutionen aus den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft und Verwaltung. Gemeinsam ist alle Veranstaltungen, dass die Begegnung und der Dialog der Menschen im Vordergrund stehen.
Zur öffentlichen Abschlussveranstaltung laden die Mannheimer Freimaurerlogen „Carl zur Eintracht“ und „Kurpfalz“ in Kooperation mit dem städtischen Integrationsbeauftragten und der Bündniskoordinierungsstelle zum Vortrag „Leben in Vielfalt – aussichtlos?“ von Prof. Dr. Lothar Brock (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) am 27. Oktober ab 19.00 Uhr im MARCHIVUM ein.
„Ohne das unermüdliche und meist zusätzliche Engagement so vieler, wäre eine solche Veranstaltungsreihe schlicht nicht zu verwirklichen“, dankt Preißler allen Beteiligten an den einander.Aktionstagen 2018.
Informationen zum aktuellen Programm sind unter www.einander-aktionstage.de abrufbar. Hier stehen auch spezielle Informationen zur Barrierefreiheit zu jeder einzelnen Veranstaltung bereit.“
