Mannheim, 24. April 2015. (red/pm) Wenn Wasser von Pflanzenblättern einfach abperlt und Schmutzpartikel dabei gleich mitnimmt, spricht man vom Lotus-
Effekt. Diese Fähigkeit der Selbstreinigung bei Pflanzen dient als Inspirationsquelle für die Entwicklung technischer Oberflächen. Über dieses Thema hält der Entdecker des Lotus-Effekts, Dr. Wilhelm Barthlott, am 4. Mai einen Vortrag im Technoseum.
Information des Technoseums Mannheim:
„Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Lotus-Effekt in den 1970er Jahren von Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, der auch für den Namen verantwortlich zeichnet. Bei einem Vortrag am 4. Mai im TECHNOSEUM wird er den Weg seiner Entdeckung bis zur industriellen Anwendung nachzeichnen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 2. Bionik-Kongresses Baden-Württemberg statt, den die Hochschule Mannheim und das Technoseum am 4. und 5. Mai ausrichten.
Barthlotts Festvortrag ist öffentlich und beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Der Lotus-Effekt ist mittlerweile Unterrichtsstoff an Schulen und die Publikationen, die Barthlott hierzu veröffentlichte, führten zu einem Paradigmenwechsel in den Materialwissenschaften und machten das Feld der Bionik auch jenseits der Wissenschaftswelt bekannt.
Im Rahmen seines Vortrags am TECHNOSEUM referiert er zudem zum Salvinia-Effekt, mit dem er sich im Rahmen seiner Forschungen ebenfalls beschäftigt hat: Hierbei handelt es sich um einen Schwimmfarn, dessen Oberfläche unter Wasser von einem Polster aus winzigen Luftbläschen umgeben ist. Schiffe, deren Rumpf mit einer entsprechenden Beschichtung ausgestattet sind, können ihren Reibungswiderstand signifikant verringern – und somit auch ihren Treibstoffverbrauch.“